Das in diesem Jahr veranstaltete Brat- und Erntedankfest von Kassels-Bauern kann man schon als traditionell bezeichnen, schließlich
organisierten wir das Fest bereits zum dritten Mal, womöglich fand das Fest auch schon öfters unter anderem Namen statt. Fest
steht, die Organisation wird von Jahr zu Jahr besser. Diesmal hätte sogar fast das Bier gerreicht, aber halt nur fast.
Trotzdem war dank des Organisationskomitees, bestehend aus FKS, kein Mangel. Es sei denn, man erwähnt einmal die schmerzlich
vermisste Motorsäge. Wir haben ja kaum welche.
Was nicht vermisst wurde, war eine reichhaltige Auswahl an Speisen und anderen Getränken. Bereits am frühen Vormittag drehte
Blacky, ehemals ein Kamerunschaf, nun nur noch ein Braten, seine Runden auf dem Grill. Dieses Mistvieh hat mich persönlich vom
Beginn unserer Bekanntschaft bis zum Ende genervt. Wir zwei waren von Anfang an im verflixten siebten Jahr. Man meint nicht,
was solch ein kleines Vieh anstellen kann, um einem das Leben schwer zu machen. Aber Rache ist süß und der Braten war hervorragend.
Selbst die zuerst skeptischen Bauern haben das Tierchen gelobt, als es auf dem Teller lag. Kein Wunder, die mussten sich auch
nicht alle Nase lang mit dem Querulant rumärgern. Bevor ich zu weit abschweife sei nur erwähnt, dass sich das Schaf nach nur
einer viertel Stunde auf seiner Koppel komplett in den elektrifizierten Weidezaun gewickelt hatte und dort wie ein Vibrator
zuckend auf Rettung wartete.
Neben dem afrikanischen Essen wurden natürlich auch die unvermeidbaren Hackbraten und Bratwürstchen angeboten, vom OK höchstpersönlich
in der Glut gebraten. Die Bratwürstchen hätten diese Tortur allerdings nicht lange mitgemacht und mussten deshalb mit dem Grill
vorlieb nehmen.
Und bevor es Ärger mit den Mädels gibt, seien an dieser Stelle auch die reichhaltig und in großer Auswahl vorhandenen Kuchen
erwähnt.
Wie dem auch sei, nach der Schufterei muss man einmal ein wenig Abstand gewinnen, zumindest zu den Höllengluten am Feuer. Da
ist man selber eher gar wie in einer Mikrowelle. Also heißt es erstmal, eine kurze Pause zwecks Entspannung einzulegen um sich
ein kühles Naturtübes zu gönnen.
Die Getränke konnten übrigens kühl genossen werden, weil durch die mittlerweile angelernte Improvisationskunst eines gewissen
Jolle ein Hänger voll Eis herbei gezaubert werden konnte. Das muss auf der Autobahn ein mords Bild abgegeben haben. Wahrscheinlich
haben die Leute angenommen, dass das Schnee für den Sommer Grand-Prix der Schieflieger im Kasselgrund ist. Aber sind wir mal
ehrlich, der Zweck heiligt die Mittel, da kann die Menschheit denken, was sie will. Wer mag schon lauwarme Getränke bei besten
Temperaturen.
Scheinbar hat sich die Geschichte mit dem kühlen Bierchen rumgesprochen, so dass sich der Festplatz nach und nach füllte.
Dem Webmaster hat man diesmal statt Tastatur und Maus andere Werkzeuge in die Hand gedrückt. Der Hund passt ja eigentlich ganz
gut zur Maus, eine Katze war auf die Schnelle nicht aufzutreiben. Nun gut, irgendeiner muss ja auch mal für saubere Gläser sorgen.
Das soll aber nicht heißen, dass nicht auch andere einmal für Ordnung gesorgt haben. Wenn man noch alles wüsste, was sich zugetragen
hat.
Das Dream-Team beim Spülen, jedenfalls beim Spülen im Clubheim, sind sowieso der Landwirtschaftsminister und der Webmaster. Das
geht Hand in Hand. Beim Schum konnten übrigens an diesem Abend noch ganz andere Talente festgestellt werden. Normalerweise machen
die Kids, halt die, die ich kenne, einen großen Bogen um den Herrn Ortslandwirt. Aber es scheint ja wirklich keine Regel ohne
Ausnahme zu geben. Jedenfalls haben die zwei sich scheinbar gut verstanden. Ob das ein Dauerzustand bleiben wird muss man abwarten.
Fazit: Das Erntedankfest war wohl eine gelungene Veranstaltung, jedenfalls hat sich keiner beschwert. Die Partys bleiben zumeist
in guter Erinnerung, obwohl sich so manches nicht einfach wiederholen lässt. Warten wir also erst einmal die Weihnachtsfeier
ab, die wir, so wie es jetzt aussieht, als Beachparty mit Cocktails in der Hand in kurzen Hosen feiern können.