Zwei Wochen vor Beginn der Veranstaltung beginnt die heiße Phase der Vorbereitungen. Der Fischbüchsen-Bernhard fängt
mit der Suche nach einer intakten Steckdose an und wir mit der Aufstellung des Clubheims und des dazu gehörenden
Materialwagens. Zwei nicht unwesentliche Maßnahmen, schließlich soll der anstehende Tag X ohne Komplikationen und
gut vorbereitet über die Bühne gehen.
Aber bevor es wieder heißt "die sitzen eh nur in ihrem Bauwagen", sei der surfenden Gemeinde versichert,
dass sich auch was auf der Strecke tat.
Nachdem in den letzten Jahren immer wieder mal Beschwerden über den Schwierigkeitsgrad der Strecke durchsickerten,
kamen die Veranstalter auf die kluge Idee, eine zweite und kürzere Strecke aufzubauen. Damit wollen wir der Anforderung
gerecht werden, unerfahrene und junge Pferde mit Geländehindernissen vertraut zu machen.
Gerade das Angebot der kurzen Strecke lockte scheinbar die Reiter in den Kasselgrund. Als ich von einer Inspektionsrunde
zurück kam und wieder auf den Parkplatz blicken konnte, packte mich für einen kurzen Moment der Gedanke abzuhauen,
mit der Menge an Teilnehmern hatte ehrlich gesagt keiner gerechnet. Aber was soll's, schließlich werden auch wir
Jahr für Jahr professioneller und Probleme lösen wir bei unserer Übung in Serie.
Die große Zahl der Teilnehmer bedingte einen zügigen aber hoffentlich nicht hektischen Ablauf. Damit wird es auch
den Zuschauern nicht langweilig, da bei der kurzen Strecke im Drei-Minuten Takt mit Bewegung auf der Strecke zu
rechnen war. Ein weiterer Vorteil des flotten Tempos: Das Grünzeug der Dekoration hat bis zum Schluss durchgehalten;
man freut sich halt manchmal auch an Kleinigkeiten.
Gestartet wurde wie angekündigt in drei Gruppen: Einzeln auf der kurzen Strecke, Einzeln auf der langen Strecke
und dann noch einmal der Paarritt auf der kurzen Strecke. Über das Classement kann ich keine Angaben machen, das
habe ich einfach nicht. Aus der Wertung musste soweit ich es mitbekommen habe auch keiner genommen werden, allerdings
soll es den einen oder anderen Abbruch gegeben haben. Macht nix, nächstes Jahr wird auch das besser.
Die Ergebnisse aller drei Wettbewerbe werden aber mit ziemlicher Sicherheit auf der Internetseite der Vogelsberg-Meute
nachzulesen sein.
Glücklicherweise sind alle Aktiven und Pferde heil und unverletzt über die Runden gekommen. Den Veranstaltern fallen
meist mehrere Brocken vom Herzen, wenn auch der letzte Starter ohne Blessuren ins Ziel galoppiert.
Fest steht, dass Volker Breitwieser als Seriensieger der langen Strecke sich langsam auch zum Favorit für das nächste
Jahr entwickelt. Auch Theo Moritz konnte neben den anderen Geehrten von Dr. Michael Weiler und Werner Johlitz bei
der Siegerehrung mit einem Pokal und Geschenken ausgestattet werden, die hätte er für die Anreise sowieso bekommen
müssen.
Zum Schluss sei noch einmal ein recht herzliches Dankeschön an die Veranstalter, Helfer und Aktiven für die konstruktive
Zusammenarbeit ausgesprochen. Ein weiteres Dankeschön soll denen gelten, die sich bei uns bedankt haben.